DNS
Kurzdefinition
Ein verteiltes Verzeichnissystem des Internets, das Domainnamen in IP-Adressen und weitere Ressourceneinträge übersetzt.
Wozu es da ist
Rechner adressieren einander über IP-Adressen, Menschen benutzen Namen. Das Domain Name System schließt diese Lücke: es beantwortet die Frage, welche Adresse zu einem Namen gehört. Ohne DNS wäre das Internet technisch weiter benutzbar, aber nur mit Zahlenkolonnen.
Die Hierarchie
Ein Domainname wird von rechts nach links gelesen. Zu tecwiki.de gehören
drei Ebenen: die unbenannte Wurzel, die Top Level Domain de und die
Second Level Domain tecwiki. Jede Ebene weiß nur, wer für die nächste
zuständig ist:
- Root-Server kennen die Nameserver der Top Level Domains.
- Die TLD-Nameserver kennen die für eine Domain zuständigen Server.
- Der autoritative Nameserver hält die tatsächlichen Einträge der Zone.
Der Resolver, meist beim Zugangsanbieter oder als öffentlicher Dienst betrieben, arbeitet diese Kette für den Anfragenden ab und gibt am Ende die Antwort zurück.
Ressourceneinträge
Eine Zone enthält verschiedene Eintragstypen. Die gebräuchlichsten:
| Typ | Inhalt |
|---|---|
A | IPv4-Adresse zu einem Namen |
AAAA | IPv6-Adresse zu einem Namen |
CNAME | Verweis auf einen anderen Namen |
MX | zuständiger Mailserver der Domain |
TXT | freier Text, oft für Nachweise und Richtlinien |
NS | zuständiger Nameserver der Zone |
Der TTL-Wert
Jeder Eintrag trägt eine Time to Live: die Dauer in Sekunden, für die eine Antwort zwischengespeichert werden darf. Solange sie läuft, beantworten Resolver und Betriebssystem die Frage aus dem Cache, ohne die Kette erneut abzuarbeiten. Das macht DNS schnell und robust, verzögert aber die Wirkung von Änderungen: eine neue Adresse ist erst überall bekannt, wenn die alten zwischengespeicherten Antworten abgelaufen sind.