Firmware
Kurzdefinition
Software, die fest im Gerät gespeichert ist und dessen Hardware unmittelbar steuert.
Zwischen Hardware und Betriebssystem
Firmware sitzt unterhalb dessen, was Benutzer üblicherweise als Software wahrnehmen. Sie liegt in einem Speicherbaustein des Geräts, startet vor allem anderen und bringt die Hardware in einen Zustand, in dem sie benutzbar ist. Ein Router, eine SSD, eine Tastatur, ein Fernseher, ein Netzteil mit Ladeaushandlung: alle enthalten Firmware, auch wenn sie kein sichtbares Betriebssystem haben.
Drei Begriffe werden häufig vermischt:
- Firmware gehört zum Gerät und wird mit ihm ausgeliefert.
- Betriebssystem verwaltet Programme und Ressourcen eines Rechners.
- Treiber ist Software auf dem Rechner, die dem Betriebssystem erklärt, wie es mit einem Gerät spricht.
UEFI
Bei Rechnern trägt die Firmware der Hauptplatine den Namen UEFI, früher BIOS. Sie prüft die Hardware beim Einschalten, stellt grundlegende Einstellungen bereit und übergibt danach an den Bootloader des Betriebssystems.
Warum Aktualisierungen wichtig und heikel sind
Firmware wird aktualisiert, um Fehler zu beheben, Hardware besser zu unterstützen oder Sicherheitslücken zu schließen. Weil sie so tief liegt, sind solche Lücken oft besonders schwer zu umgehen: eine Schwachstelle in der Firmware lässt sich in der Regel nicht durch ein Programm auf höherer Ebene ausgleichen.
Zugleich ist eine Aktualisierung ein Eingriff an der Stelle, die alles andere startet. Wird sie unterbrochen, etwa durch Stromausfall, kann das Gerät nicht mehr starten. Manche Geräte haben dafür einen Wiederherstellungsbereich, der eine zweite Fassung bereithält, andere nicht. Was für ein bestimmtes Gerät gilt, steht in dessen Anleitung.