OLED
Kurzdefinition
Eine Displaytechnik, bei der jeder Bildpunkt aus organischen Leuchtdioden besteht und selbst Licht abgibt.
Funktionsprinzip
In einem OLED-Panel liegt zwischen zwei Elektroden eine dünne Schicht organischer Halbleiter. Legt man Spannung an, geben diese Schichten Licht ab. Jeder Bildpunkt ist damit eine eigene Lichtquelle und lässt sich einzeln ansteuern und vollständig abschalten.
Was daraus folgt
- Schwarz ist aus. Ein abgeschalteter Bildpunkt gibt kein Licht ab. Es gibt kein durchscheinendes Restlicht wie bei einer Hintergrundbeleuchtung.
- Kein Lichthof. Helle Objekte vor dunklem Grund erzeugen keinen sichtbar aufgehellten Rand, weil kein Nachbarbereich mit beleuchtet wird.
- Dünner Aufbau. Die Beleuchtungsebene entfällt vollständig.
- Schnelles Schaltverhalten. Die Bildpunkte wechseln ihre Helligkeit sehr rasch.
Abgrenzung zu LCD und Mini-LED
Ein LCD-Panel leuchtet nicht selbst. Es hat eine durchgehende Hintergrundbeleuchtung, und Flüssigkristalle lassen deren Licht je Bildpunkt mehr oder weniger durch. Vollständig abdunkeln lässt sich das nicht.
Mini-LED ist keine dritte Technik, sondern ein LCD mit sehr vielen kleinen, getrennt regelbaren Beleuchtungszonen. Der Kontrast steigt dadurch deutlich, bleibt aber an Zonen gebunden, nicht an einzelne Bildpunkte.
Alterung und Einbrennen
Die organischen Schichten altern mit der Betriebsdauer, und sie tun das ungleichmäßig, wenn über lange Zeit dasselbe Bildelement an derselben Stelle steht. Dann kann ein bleibender Helligkeitsunterschied zurückbleiben, im Sprachgebrauch Einbrennen genannt. Geräte begegnen dem mit Verfahren wie leichtem Verschieben des Bildinhalts und Helligkeitsbegrenzung bei statischen Flächen. Wie stark der Effekt im Einzelfall auftritt, hängt an Nutzung und Gerät und wird auf dieser Seite nicht gemessen.